Ivica Matijević & Götz Sambale

Zwischen Himmel & Erde

Westliche Orangerie am Kloster Kamp

Der Titel verweist auf zwei essentielle Themenkomplexe, mit denen sich beide Künstler befassen: Materie und Raum. Materie in Form und Material (Holz, Bronze, Eisen). Raum als Thematik der Weite und Ausdehnung.

Galaxien assoziieren wir bei der Betrachtung der runden Wandobjekte des Künstlers Ivica Matijević fast unausweichlich, obwohl das Thema Raum in all seinen Werken eine wesentliche Rolle spielt, in der Art und Weise, wie – meist weiße Farbe – die Ausdehnung und Begrenzung der bunten, dynamischen Flächen bestimmt.

Formgebung in den Raum hinein. Die Objekte des Künstlers Götz Sambale ziehen uns als Rezipienten in ihren Raum hinein. In die ihnen innewohnende Beziehung aus Dichte und Ausdehnung, aus Materie und Leere, ist der Zwischenraum Teil der Objekte und Installationen. Die Werke von Sambale sind dabei von einer Ästhetik, die fast minimalistisch anmutet. Es scheint, als ob diffizile, komplexe organische Strukturen auf das wesentliche reduziert wurden.

Beide Künstler eint ihre Begeisterung und Wertschätzung für das Material Holz, seine naturgegebenen Strukturen, die sie in den Schaffensprozess mit einbeziehen. Götz Sambale setzt Farbe nur sehr reduziert ein und legt den Fokus auf ästhetische Perfektion, auf die Vollkommenheit der Form. Dem gegenüber steht der Farbreichtum der Werke von Ivica Matijević, in denen er oft verschiedene Hölzer, Steine, Buntstifte, Glas, Metalle, Spiegel oder Perlmutt integriert.

Die visuell unverwechselbaren Werke beider Künstler sind in einer übergeordneten Kraft der Ruhe verankert. Ihre Objekte öffnen den Blick für einen spannungsreichen Dialog zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos, zwischen Farbrausch und Farbreduktion, zwischen Biologie und Mystik. Eine Welt der Naturzyklen, der Metamorphosen, der Symmetrien trifft auf malerische, erzählerische Bildwelten. In ihren abstrakt assoziativen Themen verbinden sich die Suche nach Ursprung, Lebendigkeit, nach Endgültigkeit.

Ausstellungsdauer:
So., 26. Mai – So., 4. August 2024

Einladungskarte

Vernissage:
So., 26. Mai 2024, 11.00 Uhr

Begrüßung / Führung:
Ulrike Plitt, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kamp-Lintfort
Jörg Mascherrek, Kunsthistoriker | ca. 11.30 Uhr

Die Künstler sind anwesend 

Zur Finissage ist ein Katalog in Planung.

Öffnungszeiten: 
Freitags/Samstags 14:00 - 17:00 Uhr und sonntags 11:00 - 17:00 Uhr | Einzeltermine nach Vereinbarung

Ort: Westliche Orangerie am Kloster Kamp

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Weitere Informationen
Artikel nrz.de vom 23.05.2024 Artikel rp-online.de vom 23.05.2024

Rundgang durch die Ausstellung